5. Etappe: Vom Hunnevatn Camping nach Sokn Camping

Am 07. Juli wechseln wir den Platz und fahren zum Sokn Campingplatz, in der Nähe von Stavanger. Dabei passieren wir das erste Mal einen Meerestunnel, den Byfjordtunnelen. Mit 223 Metern Tiefe unter dem Meeresspiegel und einer Länge von 5.875 Metern ist er einer der längsten und tiefsten Unterwassertunnel der Welt. Die größte Steigung bzw. das größte Gefälle des Tunnels beträgt ca. 8 %.

Da wir sehr früh auf dem Campingplatz ankommen, fahren wir noch mit dem Bus zurück nach Stavanger und holen uns einen ersten Eindruck vom Hafengelände mit Partymeile

Teures Pflaster am Hafen
Der Marktplatz von Stavanger

Die Öffis sind sehr gut organisiert und erschwinglich, bezahlbar per App oder Card (wie fast alles in Norwegen).

Das Wetter wird freundlicher, der Wind lässt nach zu einer für uns erträglichen Stärke (20-30 km/h)

Am nächsten Tag haben wir das nächste Highlight eingeplant – die Wanderung zum PREIKESTOLEN

Preikestolen oder Prekestolen (norw. für die Kanzel oder wörtlich der Predigtstuhl) ist eine natürliche Felsplattform und eine touristische Attraktion mit weitem Blick über den Lysefjord und die angrenzenden Berge. Die Größe des Felsplateaus beträgt zirka 25 mal 25 Meter. Die Felskante fällt 604 Meter senkrecht in den fast 40 Kilometer langen Fjord ab.

Nimmer weit!
Beeindruckend!
Im harten Fels
Perfekt aus dem Fels geschnitten
Wir sind nicht alleine!!

Die normale Wegzeit für den einfachen Weg sind 1,5–2 Stunden für die ca. 3,8 km mit einem Höhenunterschied von 330 Metern. Der Weg führt erst steil einen Höhenrücken hinauf und dann fast ebenerdig über Bohlenpfade durch morastigen Wald zur Urskarhöhe (418 müM), durch den Sumpf Krogabekkmyra und von dort über ein Geröllfeld zum Neverdalsskaret (532 müM.) hinauf. An der Seengruppe Tjødnane vorbei erreicht man schließlich über ein mit Treppen und Geländer gesichertes Stück die ungesicherte Plattform.

Zurück geht es wieder den gleichen Weg, immer noch steigen eifrige Wanderer hinauf (Eile ist nicht geboten, richtig finster wird es zur Zeit gar nicht).

Am nächste Tag besuchen wir noch einmal Stavanger, uns interessiert das Erdölmuseum, eine sehenswerte Ausstellung. Die norwegische Erdöl- und Erdgasindustrie ist ja eine der Größten der Welt und die Daten und Fakten waren sehr beeindruckend – wir haben uns 4 Stunden lang ausgiebig informiert (für Didi sind ja solche Technikmuseen immer ein Highlight!)

Sehr informativ!

Unter https://www.norskolje.museum.no/ kann man sich einen Eindruck verschaffen

4. Etappe: Mandal (N) – Hunnevatn Camping (N)

Hunnevatn ist eigentlich nur ein Parkplatz ohne Infrastruktur (kein Wasser, kein Sanitärgebäude). Aber wir sind gerüstet, um einige Tage autark stehen zu können. Wir kochen mit Gas und Strom bekommen wir von unserem mobilen Photovoltaikmodul. Und Wasser aus dem See.

Anfahrt zum „Campingplatz“
Die ersten Besucher sind schon da!
Idyllisch, aber kalt!
Kochen unter verschärften Bedingungen (der Wind nimmt Sturmstärke an)

Der Platz ist aber ein günstiger Ausganspunkt für unsere nächste Wanderung: Wir besuchen den KJERAGBOLTEN

Der Fels ist eine 5 Kubikmeter große Gletscherablagerung, die in einer großen Felsspalte eingeklemmt ist. Er ist ein beliebtes Touristenziel und ohne Kletterausrüstung zugänglich. Allerdings schwebt er über einem 984 Meter tiefen Abgrund über dem Lysefjord. Er ist auch ein beliebter Ort für Base-Jumping

Der Lysefjord ist ein 42 km langer und bis zu 500 Meter tiefer Fjord in Ryfylke, Rogaland, ca. 25 km östlich von Stavanger . Der Name bedeutet „heller Fjord“ und bezieht sich auf die hellen, polierten Granitwände, die steil in den Fjord abfallen

Die Wanderung zum Kjeragbolten ist zum Teil recht anspruchsvoll durch steile, sehr glatte Felspassagen und einige Ab- und Gegenanstiege.

Anstieg zum Kjeragbolten

Die Wanderung führt uns in 5 Stunden ca. 10 km (hin und retour) über ein massives Felsplateau – und wir sind nicht allein! Hunderte Abenteuerlustige wollen ebenfalls ein spektakuläres Foto mit dem eingeklemmten Felsen ergattern.

Nach der Wanderung fahren wir noch eine interessante Straße mit 27 Haarnadelkurven und einem spiralförmigen Tunnel hinunter zum Lysefjord. (Die Norweger sind bekannt für Tunnelbau)

Es ist immer noch erfrischend kalt, der Wohnwagen hat zum Glück eine tolle Heizung!

Am nächsten Tag geht die Tour weiter in die Nähe von Stavanger, auf der Insel Sokn beziehen wir unseren nächsten Campingplatz

3. Etappe: Hirtshals (DK) – Sandnes Camping Mandal (N)

Am 02. Juli um 09:30Uhr bringt uns die Fähre von Hirtshals nach Kristiansand im südlichsten Norwegen.

Ziemlich nasse und kalte Überfahrt!
Kein Land in Sicht

Während der Überfahrt genießen wir ein köstliches Frühstück, das Buffet ist hervorragend und lässt keine Wünsche übrig!

Frühstück auf der Fähre
Man gönnt sich ja sonst nichts….

Die skandinavischen Fähren werden schon großteils mit Gas betrieben

In Kristiansand empfängt uns gleich mal ein Regenguss und eine straffe Brise.

Von unserem Zielhafen sind es nur knappe 40 km nach Sandnes Camping in Mandal. Die Campingplätze in Norwegen sind generell schon sehr gut belegt, eine Reservierung ist da ein sicherer Tip.

Putzig!

Hier herrscht typisches Atlantikwetter, alle paar Minuten wechselt es von Regen zu Sonnenschein und zurück, entsprechend sind wir auch ausgerüstet.

Mandal in Südnorwegen

Vor hier aus besuchen wir den südlichsten Punkt des norwegischen Festlandes, den Leuchtturm „Lindesnes Fyr“.

Der südlichste Punkt Norwegens
Der Wind erreicht hier schon Sturmstärke!

In Mandal verbringen wir 2 Nächte, am 3. Tag geht es weiter Richtung Norden

2.Etappe: Ketzin Camping an der Havel (D) – Hirtshals Kjul Strandcamping (DK)

Auch heute haben wir eine straffe Etappe von 780 km vor uns, wir durchqueren die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, verlassen bei Flensburg Deutschland und erreichen Dänemark. Die Gegend ist schon längst „brettleben“ geworden, riesige Getreidefelder säumen unseren Weg.

Der Wind wir heftiger und wird uns für längere Zeit begleiten.

An der Nordsee bei Hirtshals

Endlos scheinender Strand

Die Nordsee lädt noch nicht so richtig zum Baden ein!

1. Etappe: Salzburg (AT) – Ketzin Camping an der Havel (D)

Wir starten am 29. Juni in Scheffau am Tennengebirge und haben gleich mal eine ordentliche Tour vor uns: 705 km bis Ketzin nahe Potsdam – unser erstes Etappenziel. Wir erreichen den Campingplatz am späten Nachmittag – Fahrzeit ca. 11 Stunden mit vielen Baustellen und einem schweren LKW – Unfall, den wir aber noch rechtzeitig umfahren können, sonst wären wir 3 Stunden im Stau gestanden!

Fährstelle über die Havel
Überfahrt über die Havel

Am nächsten Tag machen wir eine Radtour der Havel entlang nach Potsdam, der Hauptstadt des Bundeslandes Brandenburg. Potsdam hat ca. 185.000 Einwohner, und das interessante an Potsdam ist, dass das Stadtgebiet zu rund 75 % aus Grün-, Wasser- und Landwirtschaftsfläche besteht, nur 25 % sind bebaut! Insgesamt befinden sich über 20 Gewässer in Potsdam. Also da würde sich ein Boot bezahlt machen, es sind auch sehr viele Hausboote auf der Havel unterwegs.

Unsere Radtour führt uns in den riesigen Park des berühmten Schlosses Sanssouci.

Das Schloss Sanssouci (von französisch sans souci ‚ohne Sorge‘) ist eine ehemalige Sommerresidenz der Könige von Preußen im Park Sanssouci in Potsdam.

Mehr Infos gibt es unter https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Sanssouci

Wir genießen die kurze Zeit an der Havel und reisen am 1. Juli weiter nach Hirtshals in Norddänemark, von wo aus wir mir der Fähre nach Norwegen übersetzen.